Die Geschichte des Wuppertaler Müllmuseums
ist Teil der Geschichte der Barmer Müllabfuhr. Aber sie ist auch ein Teil der Geschichte von Barmen und seinen Einwohnern.


Ohne die Mithilfe der Barmer wäre nie ein wertvolles Stück zu späten Ehren als Ausstellungsstück gelangt. Ohne die Aufbruchstimmung der 50-er Jahre wäre nie so viel Erhaltenswertes weggeworfen worden und ohne das damalige, offene "System" der Müllabfuhr mit der wahllosen Bereitstellung von gut gefüllten Eimern, Körben und Kästen und der Handverlesung bei der Abholung durch die Müllmänner wäre nie so vieles an Schätzchen gerettet worden. Die allerdings wurden auf eigene Rechnung verkauft und trugen auf diese Weise zu einem kräftigen Zubrot für die wenig verdienenden Müllmänner bei. Gleichzeitig wuchs in dieser Zeit auch die Anzahl der wilden Müllkippen. Denn eine kommunale Sperrmüllabfuhr wurde erst 1959 organisiert.
Aufrufe an die Wuppertaler Bevölkerung zur Sauberkeit erfolgten ebenso humorvoll wie wirkungslos
Die Geschichte der Wuppertaler Müllabfuhr ist anschaulich und interessant in einer Broschüre der Wuppertaler AWG (Abfallwirtschaftsgesellschaft) dokumentiert. Anlass ihrer Veröffentlichung unter dem Titel "Müllgeschichte im Wuppertal" war die Feier des 100-jährigen Bestehens der Wuppertaler Müllabfuhr, verbunden mit den zwei weiteren wichtigen Meilensteinen der Müllgeschichte: das 50-jährige Bestehen der staubfreien Systemabfuhr, deren Beginn leider auch das Ende der Handverlesung von "museumswürdigen Objekten" einläutete, und das 30-jährige Betriebsjubiläum der Müllverbrennungsanlage auf Korzert.
Im Herbst 2006 stellte Bernd Dillbohner, Referent der GF, der die Gesamtredaktion der "Müllgeschichte im Wuppertal" innehatte, die gemeinsam mit anderen kompetenten Verfassern erstellte Chronik vor.

Man möge mir verzeihen, wenn ich ab und zu - natürlich mit entsprechendem Quellenhinweis - schamlos aus diesem Werk zitiere, aber es ist nun mal die einzige und umfassende Übersicht, die mir in Wuppertal zu diesem Thema in die Hände gelangt ist.

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