Vorgeschichte
Dem Wachstum der Stadt Barmen entspricht die städtische Bautätigkeit mit dem Ausbau des Straßen- und Wegenetzes.
1888 nimmt das Tiefbauamt die Kanalisation in Angriff, die im wesentlichen bis zum 1. Weltkrieg abgeschlossen ist.

Im gleichen Jahr übernimmt die Stadt die Müllabfuhr und am
01.07.1906 die Straßenreinigung.*
(Quelle: Sozialgeschichte der Stadt Barmen im 19. Jahrhundert,Wolfgang Köllmann, 1960)

1905 beschließen die vorausschauenden Stadtväter Barmens den Bau einer Müllverbrennungsanlage. Am Klingelholl entsteht eine moderne Anlage nach dem Prinzip, wie sie in Paddington bei London schon seit etwa 30 Jahren in Betrieb ist.

1908 geht sie in den Vollbetrieb.
Die Anlage ist ein Gewinn für Barmen. Sie produziert mit ihrer Abwärme heißes Wasser für die Badeanstalten Kleine Flurstraße (
heute "Brauhaus") und Kurbad (Im Juni 2007 wurde bekannt, dass die Stadt das Gebäude für etwa 70.000 Euro an einen Essener Unternehmer (Kellermann & Partner) verkauft hat(s. Wikipedia)).
Außerdem wird aus den Verbrennungsrückständen unter Beimischung von Zement ein fester Schlackestein hergestellt, der zum Bau von Siedlungshäusern in Wuppertal (
z.B.: am Sedansberg) dient.

Die Barmer Müllabfuhr geschieht durch Pferdefuhrwerke, wobei die Pferde von Privat angemietet werden. Personal und Müllwagen werden von der Stadt gestellt.

1929
erfolgt der Zusammenschluß der beiden Städte Barmen und Elberfeld zur Stadt Barmen - Elberfeld, die im Jahre 1930 den Wunschnamen Wuppertal erhält

1938
besteht der Fuhrpark der Wuppertaler Müllabfuhr aus 18 Groß- und 2 Mittelraum-Müllwagen, 5 zweispännigen Pferdefahrzeugen, sowie einem Elektroschleppzug (Die Müllentsorgung erfolgt durch das Eimer- Umleersystem, eine staubige und schmutzige Arbeit, bei dem ständig eine Dunstglocke aus feinem Aschestaub über den Öffnungen der Müllwagen schwebt).
(Quelle: "Müllgeschichte im Wuppertal" von Bernd Dillbohner (AWG))

(Fortsetzung folgt!)